Gutes Sehen
für alle
Die EinDollarBrille
Laut einer Studie der WHO (2019) benötigen 950 Millionen Menschen eine Brille, können sich diese aber nicht leisten oder haben keinen Zugang dazu. Kinder können dem Unterricht nicht folgen, Erwachsene keine qualifizierte Arbeit aufnehmen.
Eine einfache Idee kann die Welt verändern.
Um das weltweite Problem der unbehandelten Sehschwächen anzugehen, haben Martin Aufmuth und sein Team das Konzept der EinDollarBrille entwickelt.
Die EinDollarBrille wird auf einer einfachen Biegemaschine hergestellt, dafür wird kein Strom benötigt, weswegen diese auch in strukturschwachen ländlichen Regionen problemlos eingesetzt werden kann.
Die EinDollarBrille besteht aus einem leichten, aber extrem stabilen Federstahlrahmen und bereits geschliffenen Gläsern aus bruchsicherem Kunststoff, die in der passenden Stärke in den Rahmen eingesetzt werden.
Die Materialkosten für eine Brille liegen bei etwa einem US-Dollar, der Verkaufspreis bei zwei bis drei lokalen Tageslöhnen.
Ausbildungskonzept
für augenoptische Fachkräfte
In vielen Ländern des globalen Südens fehlt es an ausgebildetem Fachpersonal für Augenoptik.
Darum hat EinDollarBrille gemeinsam mit Augenärztinnen, Augenärzten und Optikerinnen ein einjähriges Ausbildungsprogramm entwickelt.
Die dabei geschulten GoodVision Technicians (GVTs) können nach Abschluss verlässlich Sehtests durchführen, die bestmögliche sphärische Brillengläser bestimmen und die Brillen fachgerecht anpassen.
.
Arbeitsplatzschaffung und wirtschaftliche Entwicklung
Integration benachteiligter Gruppen
Die EinDollarBrille bildet in den Einsatzländern Fachkräfte für die Herstellung und den Vertrieb der GoodVision-Brillen aus.
So entstehen neue Arbeitsplätze mit Zukunftsperspektive – auch in Regionen, in denen es bisher kaum Beschäftigungsmöglichkeiten gibt.
In unseren Partnerländern setzen wir uns gezielt dafür ein, Menschen Beschäftigung zu ermöglichen, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen oder geschlechtsspezifischer Diskriminierung nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt finden.
Wir verfolgen eine klare Politik fairer Entlohnung – gleiche Arbeit wird gleich bezahlt.
Ein Beispiel dafür ist unser Team in Burkina Faso, wo wir stolz darauf sind, den ersten sehbehinderten Mitarbeitenden zu beschäftigen, der erfolgreich in der Brillenproduktion tätig ist.

Aisha stammt aus Burkina Faso und erkrankte in ihrer Kindheit an Kinderlähmung. Seit mehreren Jahren ist sie Teil des GoodVision-Teams. Bei unseren Sehtestkampagnen unterstützt sie das Team tatkräftig – sie übernimmt die Registrierung der Patientinnen und Patienten, sammelt medizinische Vorgeschichten und führt die abschließende Qualitätskontrolle durch. Durch ihr Einkommen konnte sich Aisha ein behindertengerechtes Dreirad anpassen lassen, das ihr ermöglicht, sich frei zu bewegen und genauso mobil zu sein wie ihre Kolleginnen und Kollegen.
Gutes Sehen für alle Menschen!